Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds investieren die Mittel ihrer Anteilseigner in Immobilien. Die Einkünfte des Fonds bestehen somit aus der Vermietung und Verpachtung der im Bestand befindlichen Objekte sowie aus Gewinnen, die bei der Veräußerung erzielt werden.
Anders als bei geschlossenen Immobilienfonds ist der Einstieg praktisch immer und auch die Veräußerung von Anteilen am Fonds durch Anleger ist - von temporären Ausnahmen in Sondersituationen abgesehen - immer möglich.
Offene Immobilienfonds legen einen Schwerpunkt fest, nach dem sie die Gelder ihrer Investoren anlegen. Dabei wird sowohl die Art der Objekte als auch deren ungefährer Standort definiert. So können offene Immobilienfonds etwa in deutsche oder europäische oder US-amerikanische Wohnimmobilien oder in gewerbliche Objekte investieren. Mit dem Schwerpunkt variiert auch das Risiko, das für Anleger mit einem Engagement verbunden ist.
Besonders offene Immobilienfonds mit einem Schwerpunkt auf dem deutschen Markt für Wohnimmobilien gelten als besonders sicher, weil der deutsche Immobilienmarkt sehr stabil ist. Ein guter Immobilienfonds erzielt unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung und dem Kursverlauf an den Finanzmärkten konstante Renditen zwischen vier und fünf Prozent. Immobilien eignen sich deshalb sehr gut für den langfristigen Vermögensaufbau und die Kapitalanlage.
Offene Immobilienfonds sollen besonders für Anleger ein Thema sein, die selbst keine Immobilie besitzen. Immobilien sind als Realvermögen gegen inflationäre Entwicklungen gefeit und ergänzen ein auf Aktien und Renten (die beide zum Finanzvermögen gehören) basierendes Portfolio deshalb sehr gut. Konservative Anleger investieren ein Drittel ihres Portfolios in offene Immobilienfonds.
Auch in steuerlicher Hinsicht sind Immobilienfonds vorteilhaft. Immobilien sind die einzige Anlageklasse, die nicht vollständig von der Abgeltungsteuer erfasst ist. Hält ein Fonds ein Objekt mindestens zehn Jahre lang im Bestand, kann er anschließend erzielte Veräußerungsgewinne steuerfrei vereinnahmen, weil für Immobilien nach wie vor eine Spekulationsfrist gilt.
Nicht alle Immobilienfonds aber sind sicher. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise 1008/2009 mussten viele Fonds aufgeben und Anteilseigner erlitten große Vermögensschäden. Dies betraf jedoch vorwiegend Fonds, die mit einem großen Fremdkapital arbeiteten und Verluste, die durch den Preisverfall an ausländischen Immobilienmärkten entstanden, nicht auffangen konnten.
Kategorie: Fonds