Hedgefonds


Hedgefonds unterscheiden sich von anderen Fonds dadurch, dass sie nicht nur in Wertpapiere, sondern auch in derivative Finanzinstrumente investieren können. Das Management eines Hedgefonds verfügt so über weitaus mehr Möglichkeiten als das eines klassischen Investmentfonds. Insbesondere kann auch in fallende Märkte investiert werden, indem entweder Leerverkäufe getätigt oder entsprechende Geschäfte am Terminmarkt getätigt werden.

Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten von Hedgefonds ermöglichen es, unabhängig von der Gesamtsituation an den Finanzmärkten dauerhaft attraktive Ergebnisse zu erzielen. Insbesondere kann die sonst hohe Korrelation zu den Aktien- und Rentenmärkten verringert werden.

Die Hedgefonds-Branche geht davon aus, dass die Beimischung von Hedgefonds zu einem Portfolio aus Wertpapieren im Umfang von bis zu 20 Prozent das Risiko senken und gleichzeitig die Erträge erhöhen kann.

Der Preis der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die ein Hedgefonds hat, liegt in der mangelnden Transparenz der Geschäfte. Anleger haben oft nur eine vage Vorstellung davon, in welchen Märkten und über welche Instrumente ein Fonds investiert ist. Die Intransparenz wird durch viele Lücken in der Regulierung, die unter anderem aus der Ansässigkeit vieler Hedgefonds in Karibikstaaten resultieren, verstärkt.

Mit Hedgefonds sind darüber hinaus spezielle Risiken verbunden. Viele der Fonds arbeiten mit einem nicht unerheblichen Finanzhebel (d.h. einem Kreditanteil im Portfolio) und können Verluste so nur bis zu einem gewissen Punkt stemmen. Im Zuge der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 mussten viele Fonds aufgeben, weil das Eigenkapital aufgezehrt war. Anleger erlitten einen Totalverlust.

Innerhalb des Hedgefonds-Segments existieren vielfältige Ansätze. Global Macro-Funds zählen zu den bekanntesten Hedgefonds-Gattungen. Ihr Anlageprinzip besteht darin, in unterbewertete Märkte durch den Kauf von Wertpapieren bzw. Derivaten einzusteigen und umgekehrt überbewertete Märkte leer zu verkaufen bzw. auf andere Art und Weise an rückläufigen Kursen zu verdienen.

Hedgefonds eignen sich für Anleger, die bereits sind, das produktspezifische Risiko zu tragen und zudem vom Konzept der Hedgefonds im Grundsatz überzeugt sind. Der Anteil am Portfolio sollte 20 Prozent nicht übersteigen. Zudem sollten die Mittel nicht in einen einzigen Fonds investiert, sondern auf mehrere Produkte aufgeteilt werden.



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