Aktienfonds
Aktienfonds investieren die Mittel der Anleger in Aktien. Es stehen zwei grundlegende Fonds-Modelle zur Auswahl: Aktiv verwaltete Investmentfonds und passiv gemanagte Indexfonds, die auch als Exchange Traded Funds bezeichnet werden.
Passiv verwaltete Fonds bilden eine bestimmte Basis, wie zum Beispiel den Deutschen Aktienindex, eins zu eins nach. Anleger können also in den Aktienmarkt einsteigen und dieselbe Performance erzielen wie die großen Leitindizes.
Der Vorteil von ETFs gegenüber klassischen Investmentfond liegt in den günstigen Kosten: Die Anteile können ohne den sonst üblichen Ausgabeaufschlag erworben werden und die Verwaltungsgebühr der Fonds ist sehr viel niedriger als die aktiv verwalteter Produkte, weil kein aufwändiges Management erforderlich ist.
Aktive Fonds können ihre höheren Kosten oft nicht rechtfertigen: Sie schlagen in den meisten Fällen ihren Vergleichsindex nicht. Einige aktiv verwaltete Investmentfonds allerdings können seit langer Zeit eine deutliche Outperformance erzielen, die der Expertise des Managements zuzuschreiben ist.
Darüber hinaus lassen sich viele Märkte mit Indexfonds kaum abbilden, weil die Liquidität zu gering ist. Das gilt etwa für die Aktienmärkte vieler Schwellenländer oder einzelne Branchen bzw. Investmentthemen.
Aktienfonds eignen sich für kurz- und mittelfristige Engagements zu spekulativen Zwecken ebenso wie für den langfristigen Vermögensaufbau und die Kapitalanlage. Investoren sollten sich allerdings der Risiken bewusst sein, die mit einem Engagement im Aktienmarkt verbunden sind. Die Marktentwicklung der Zukunft kann von niemandem vorhergesagt werden und trotz der breiten Diversifikation des Vermögens im Fondsportfolio sind Verluste von 50 Prozent und mehr des Einsatzes möglich.
Anleger sollten sich vor dem Erwerb eines Fonds dessen zurückliegende Leistung genau ansehen. Zwar bietet die frühere Wertentwicklung keinen Indikator für die künftigen Gewinne oder Verluste. Dennoch können so Fonds mit systematischen Schwächen besser herausgefiltert werden.
Insbesondere sollte das Verhältnis von Chancen und Risiken im Verglich zu anderen Fonds des jeweiligen Segments betrachtet werden. Dazu wird die in der Vergangenheit erzielte Performance ins Verhältnis zur Schwankungsintensität der Fondsanteile - der Volatilität - gesetzt. Werden zwei Fonds verglichen, so ist derjenige der Bessere, der entweder eine bestimmte Rendite bei einer geringeren Volatilität oder als der andere oder aber mit einem bestimmten Risiko eine höhere Rendite erzielt hat.
Kategorie: Fonds