Fonds


Fonds sind bei der langfristigen Kapitalanlage und dem Vermögensaufbau das Mittel der Wahl. Sie ermöglichen unabhängig vom Anlagebetrag eine breite Streuung des Vermögens. Fonds können in Aktien ebenso investieren wie in verzinsliche Wertpapiere, Immobilien oder Rohstoffe. Wo ein Fonds seine Mittel bzw. die der Anleger investiert, richtet sich nach seinen Statuten. Auch gemischte Portfolios sind möglich.

Investmentfonds können aktiv oder passiv verwaltet werden. Passiv verwaltete Fonds - so genannte Indexfonds - bilden einen bestimmten Basiswert, wie etwa den Deutschen Aktienindex, den EuroStoxx 50 oder den Deutschen Pfandbriefindex eins zu eins ab. Sie können wie eine Aktie an der Börse gehandelt werden und zeichnen sich durch günstige Kosten aus.

Börsengehandelte Indexfonds - ETFs - machen bislang noch einen recht kleinen Teil des Gesamtanlagevolumens auf dem deutschen Markt aus. Sie verzeichnen jedoch seit Jahren wachsendes Interesse und werden in Zukunft erheblich an Bedeutung gewinnen.

Aktiv verwaltete Fonds werden von einem Management geleitet, das je nach Marktsituation entscheidet, wo die Gelder der Anleger investiert werden. In Deutschland existieren rund 6000 aktiv verwaltete Fonds. Sie investieren und unterschiedlichen Assetklassen und nach Maßgabe verschiedenster Anlagegrundsätze.

Zwei grundlegend verschiedene Ansätze aktiv verwalteter Fonds sind das Absolute-Return und das Total-Return-Prinzip. Beim Absolute Return-Prinzip liegt der Fokus des Fondsmanagements darauf, keine negativen Renditen zu erzielen, sondern -zum Beispiel jeweils auf Sicht von einem Jahr -immer mindestens das Kapital zu erhalten und darüber hinaus möglichst oft eine attraktive Zusatzrendite deutlich über dem Niveau der sicheren Verzinsung zu erzielen. Ein beispielhaftes Absolute-Return-Portfolio besteht zu 96 Prozent aus verzinslichen Wertpapieren bester Bonität und zu vier Prozent aus Aktien oder Optionen.

Der Total-Return-Ansatz erlaubt negative Renditen und rechtfertigt sie - wenn es sich um einen guten Fonds handelt und der Markt mitspielt - mit langfristig höheren Erträgen. Das Ziel ist es, unter Berücksichtigung der jeweiligen Fonds-Statuten so viele Ertragsquellen wie möglich zu erschließen.

Fonds - ausgenommen offene Immobilienfonds - unterliegen der Abgeltungsteuer. Gewinne oberhalb des Sparerpauschbetrages werden deshalb direkt auf Bankebene mit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer besteuert.

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