Aktien


Aktien gehören zu den populärsten Geldanlagen, weil sie in der langfristigen Perspektive die höchsten Renditechancen versprechen. Die Erträge eines Aktien-Investments setzen sich aus den Kursgewinnen und den Dividendenzahlungen zusammen. Wie hoch die zu erwartenden Gesamterträge ausfallen, hängt von der Marktentwicklung und dem Segment an, in das investiert wird.

Die Kursentwicklung von Aktien unterliegt grundsätzlich vielen Unsicherheiten. Kurse können stark ansteigen und dem Anleger das Vielfache eines gewöhnlichen Zinssatzes binnen kurzer Zeit bescheren, die können aber auch ganz erheblich nachgeben und im schlimmsten Fall in einem Totalverlust enden.

Ein gutes Aktieninvestment zeichnet sich durch eine Streuung der Mittel auf unterschiedliche Werte aus. Wird nur auf ein Pferd gesetzt, droht der Verlust des gesamten Vermögens, wenn das Unternehmen, dessen Aktie erworben wurde, in eine Schieflage gerät. Anleger sollten deshalb verschiedene Titel kaufen, die in einem möglichst geringen Zusammenhang zueinander stehen.
So sollten Aktien aus verschiedenen Ländern und Regionen sowie aus unterschiedlichen Branchen gleichermaßen als Investment genutzt werden. Bank- und Versicherungsaktien gehören zu einem guten Portfolio ebenso wie Versorger- und Industrietitel sowie Wachstumswerte. Dabei sollten Investoren keinesfalls ausschließlich deutsche Aktien kaufen – ein immer wird gern begangener Fehler.

Europäische Standardwerte gehören in ein gutes Portfolio ebenso wie Aktien aus Nordamerika und Japan. Auch chinesische Aktien werden mittlerweile immer häufiger empfohlen. Hier benötigen Anleger allerdings weitergehende Kenntnisse.

Investoren, die einmal erworbene Aktien über einen langen Zeitraum hinweg halten möchten, sollten sich bei der Zusammenstellung ihres Portfolios nicht von kurzfristigen Stimmungstrend auf dem Börsenparkett, sondern von langfristigen und fundamental geprägten Überlegungen leiten lassen. Dazu gehören die Positionierung eines Unternehmens im Markt, die Umsatz- und Gewinnentwicklung der betreffenden Branche und die zum Zeitpunkt des Kaufs geltende Bewertung des Unternehmens an der Börse.

Aktien, die nach dem Jahr 2008 erworben wurden, unterliegen der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. Diese bezieht sich auf Kursgewinne ebenso wie auf Dividenden und beträgt unabhängig vom Einkommen des Anlegers 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Eine Veranlagung von Kapitaleinkünften aus Aktiengeschäften bei der Einkommensteuer ist auf Antrag grundsätzlich möglich und macht Sinn, wenn der persönliche (Grenz-)Steuersatz des Investors kleiner ist als 25 Prozent.

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